Direkt zum Inhalt
Bild
Übersichtsaufnahme eines wiedervernässten Niedermoors auf den Lugenwiesen
PROJEKT
Moorbodenschutzmanagement für die Moorregion UNESCO-Biosphärenresertvat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft"
MOBROHT
Mär 2026 – Feb 2033
Das MOBROHT-Vorhaben zielt darauf ab, ein nachhaltiges und klimaverträgliches Moorbodenschutzmanagement für die Moorregion UNESCO-Biosphärenreservat "Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft" zu gewährleisten, welches Grundlage oder Ausgangspunkt für die strukturierte Umsetzung einer dauerhaften und weitgehenden Wiedervernässung von Moorböden in der Moorregion bildet.

Im Rahmen des beantragten Vorhabens wird eine strategische Steuerung des Moorbodenschutzes eingerichtet.

Ziele im Einzelnen sind dabei:

  1. Schaffung von Akzeptanz für den Moorschutz in der breiten Bevölkerung durch Informationsveranstaltungen und andere Bildungsangebote.
  2. Identifizierung der Moorgebiete in der Moorregion aus vorhandenen Primärdaten.
  3. Identifizierung der Eigentümer, Bewirtschafter und weiterer Akteure der Moorgebiete.
  4. Durchführung von Informationsveranstaltungen und Workshops mit Eigentümern, Bewirtschaftern und weiteren Akteuren zur Ableitung von Strategien und Konzepten für die Revitalisierung der Moorböden in der Region.
  5. Koordinierung und Erstellung von Moorbodenschutz-Konzepten

Die Moorregion im UNESCO-Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ liegt im Naturraum Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet. Sie war ursprünglich eine ausgedehnte Waldlandschaft mit Dünenzügen und Moorgebieten, in denen die Bewohner Karpfenteiche anlegten. Die Landwirtschaft etablierte sich aufgrund karger Böden nur in den Auen und Niederungen. Laut dem „Sächsischen Informationssystem für Moore und organische Nassstandorte“ (SIMON) umfasst die Moorregion rund 2500 ha Moorböden, von denen etwa 1500 ha verbleiben, wenn die Teichflächen abgezogen werden. Schätzungen deuten darauf hin, dass die tatsächliche Fläche größer ist.

Das Gebiet weist ein Mosaik von hydrologisch variierenden Standorten auf. In Kessellagen am Rand von Dünenzügen und Moränen-Endlagen entstanden seit der letzten Eiszeit überwiegend Niedermoore. Viele Moorböden sind durch Entwässerung und Bewirtschaftung degradiert, besonders im Wald, auf Grünland und auf Ackerflächen. Intakte Moorböden sind vor allem im Wald und auf einigen Grünlandflächen erhalten. Hier könnte mit verhältnismäßig geringem Aufwand eine Revitalisierung erfolgen.

Bisher beschränkten sich Moorrevitalisierungsmaßnahmen auf einzelne, räumlich abgrenzbare Standorte. Ein gesamträumliches Moorbodenschutzkonzept für die Region fehlt noch, ist jedoch notwendig, um langfristige Revitalisierungsziele zu erreichen.

Ort
UNESCO-Biosphärenreservat "Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft"
Fördervolumen in Euro
590.055,32
Kontakt

UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
Staatsbetrieb Sachsenforst

Warthaer Dorfstraße 29
OT Wartha
02694 Malschwitz

Telefon: 035932 365-20
Fax: 035932 365-50

E-Mail: Jan.Peper@sachsenforst.sachsen.de

Schutzstatus
Moortyp
Thema
Bundesland