Hier werden alle in der Moorschutzdatenbank eingetragenen Projekte (z. B. Wiedervernässung, Forschung) gelistet (weitere Hinweise hier). Wenn Sie Projekte beisteuern wollen, nutzen Sie bitte das Projektformular.
Der Kreis Borken ist der moorreichste Kreis Nordrhein-Westfalens. Aufgrund der besonderen Verantwortung der Kreisverwaltung für den Schutz und die Wiederherstellung der Moorgebiete wurde zum 01.05.2026 eine neue Personalstelle unter dem Vorhabenstitel „INA: Moorbodenschutzmanagement im Kreis Borken“ eingerichtet. Diese wird über das Förderprogramm InAWi des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) über eine Laufzeit von 7 Jahren zu 90 % gefördert und ist die erste ihrer Art in NRW.
Das MOBROHT-Vorhaben zielt darauf ab, ein nachhaltiges und klimaverträgliches Moorbodenschutzmanagement für die Moorregion UNESCO-Biosphärenreservat "Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft" zu gewährleisten, welches Grundlage oder Ausgangspunkt für die strukturierte Umsetzung einer dauerhaften und weitgehenden Wiedervernässung von Moorböden in der Moorregion bildet.
In Solamo-BW werden, neben der Betroffenheit auf Betriebsebene, die Akzeptanz, die Umsetzbarkeit sowie die ökonomische Bewertung von Nutzungskonzepten für landwirtschaftlich genutzte Moore in Baden-Württemberg herausgearbeitet. Dazu werden regional bedeutende Wertschöpfungsketten ermittelt und die Relevanz, u. a. durch Workshops mit Stakeholdern, eingeordnet. Zudem sollen Fragen zur Umsetzbarkeit und den erforderlichen Rahmenbedingungen für die potenziellen Nutzungskonzepte geklärt werden.
Das Naturschutzprojekt im südlichen Landkreis Ebersberg fokussiert sich auf die Renaturierung von durch Entwässerung geschädigten Mooren. Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf den vier Hauptmooren: Brucker Moos, Katzenreuther Filze, Frauenneuhartinger Filze und Gutterstätter Streuwiesen. Die historische Nutzung dieser Flächen führte zur Zersetzung des Torfbodens, wodurch massive Mengen CO₂ freigesetzt werden.
Qualifizierung, Praxisbegleitung und Netzwerk für nachhaltige Moorbodenbewirtschaftung
Nov 2025 – Okt 2027
Ziel des MoorKompetenz-Projekts ist es, Qualifizierungsmaßnahmen zur Umsetzung von Wasserstandsanhebungen zu entwickeln. Dabei greift das Projekt auf ein bestehendes Netzwerk zurück, in dem „Moor-Klimawirte“ ihr Wissen bündeln und praxisnah Verwaltungsmitarbeitende und die Landwirtschaft schulen.
Das Projekt WIRMOOR entwickelt eine länderübergreifende Strategie für den Moorbodenschutz im Schwäbischen Donaumoos (Bayern/Baden-Württemberg). Ziel ist es, Wiedervernässung, landwirtschaftliche Nutzung und regionale Entwicklung in Einklang zu bringen.
Das Projekt verfolgt die umfassende Restaurierung und Wiedervernässung von Moorflächen im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge. Ziel ist es, historisch entwässerte Hoch-, Übergangs-, Nieder- und Quellmoore hydrologisch zu stabilisieren, die Torfzersetzung zu stoppen und die ökologischen Funktionen der Moore dauerhaft wiederherzustellen.
Der Staatsbetrieb Sachsenforst plant als Beitrag zur Senkenleistung des LULUCF-Sektors gemäß den Zielen des Bundes-Klimaschutzgesetzes die Umsetzung von investiven Maßnahmen für eine Wiedervernässung des Moores am Roten Fluss im Vogtlandkreis, Forstbezirk Eibenstock, Revier Grünheide, Abteilung 331/332 auf einer Fläche von 10 ha (675 m ü. NN, 990 mm Jahresniederschlag, Jahresmitteltemperatur 7,1 °C). Die Maßnahmenflächen liegen im Naturpark Erzgebirge/Vogtland sowie in einer Trinkwasserschutzzone.
Im Naturschutzgebiet Moorgürtel werden 13 ha dauerhaft vernässt. Das Gebiet befindet sich im öffentlichen Besitz und umfasst einen Hochmoorkern im Königsmoor mit einer fünf bis sechs Meter dicken Torfschicht. Eine besondere Herausforderung liegt in den unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen der angrenzenden Flächen. Damit diese nicht von der Wasserstandsanhebung beeinflusst werden, ist der Einbau von unterirdischen wasserstauenden Spundwänden in Kombination mit einzelnen Stauwehren vorgesehen.
Ziel des Projektes „Verbesserung des Wasserrückhalts im Grambower Moor“ ist die Stabilisierung des Wasserhaushalts sowie die Wiederherstellung eines naturnahen, hochmoortypischen Lebensraums. Die planerisch ausgearbeiteten Maßnahmen werden ab 2026 in zentralen Bauabschnitten umgesetzt. Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, da durch die Wiedervernässung des Torfkörpers die Freisetzung klimaschädlicher Gase deutlich reduziert wird.
Das Projekt Machbarkeitsstudie für zukünftiges Moormonitoring im Wald (Mach-MoWa) des Thünen-Instituts für Waldökosysteme zielt darauf ab, ein bundesweites Monitoring für Moorböden in Waldgebieten zu entwickeln. Dies ist entscheidend für die Klimaschutzberichterstattung, da entwässerte Waldmoore erhebliche CO2-Quellen sind. Im Fokus stehen die Validierung und Erweiterung der bereits im Projekt MoMoK-Wald etablierten Methoden.
Im aktuellen Projekt zum Moorbodenmonitoring (MoMoK II) soll das europaweit einzigartige Monitoring-Netzwerk für organische Böden weiter ausgebaut und für die praktische Anwendung vorbereitet werden. Dabei werden neue Messstandorte eingerichtet, bestehende Standorte weiter genutzt und Modelle auf verschiedenen Skalenebenen optimiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit Flächeneigentümern und der Weiterentwicklung eines qualitätsgesicherten Datenmanagements. Die gewonnenen Daten dienen der Standortcharakterisierung sowie der Modellverbesserung und fließen schließlich in die nationale Emissionsberichterstattung ein, um die Klimapolitik zum Moorbodenschutz zu unterstützen.
Ziel des Forschungs- und Kommunikationsprojektes ist es, praxisorientierte Lösungen für die torferhaltende Grünlandbewirtschaftung auf Moor- und Anmoorböden in Baden-Württemberg mit der landwirtschaftlichen Praxis zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf der moorreichen Region Allgäu-Oberschwaben, die von Milchviehhaltung geprägt ist.
WETSCAPES2.0 untersucht die funktionellen Eigenschaften von Niedermooren in Nordostdeutschland, die hier ebenso wie Moore in anderen Regionen Deutschlands infolge jahrzehntelanger Entwässerung tiefgreifend verändert wurden und nach Wiedervernässung als neuartige Ökosysteme („Wetscapes 2.0“) auftreten.
Das Grotmoor in Heidmoor bei Bad Bramstedt, Schleswig-Holstein, ist ein insgesamt rund 650 Hektar großes Hochmoor, das im Verlauf des 20. Jahrhunderts stark entwässert wurde. Das langfristige Ziel der Wiedervernässung im Grotmoor ist es, den Wasserstand auf Flurhöhe anzuheben.
Das Projekt zielt darauf, die Potenziale der Paludikultur für den Klima- und Umweltschutz sowie für Arbeitsplätze und Einkommen im ländlichen Raum sichtbar zu machen. Die Projektinhalte sind umfangreich und reichen von der Analyse von Wertschöpfungsketten, dem Abhalten von Workshop bis hin zur Erarbeitung einer Datenbank.
Der Donaumoos-Zweckverband will mit dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Moor-Motive“ Lösungswege aufzeigen, um einerseits die Klima- und Moorschutzziele der Bayerischen Staatsregierung voranzubringen und andererseits nachhaltige Produkte aus moorverträglicher Bewirtschaftung zu entwickeln. Denn schließlich sind alternative Einkommensmöglichkeiten für die Landwirtschaft der Schlüssel zur Wiedervernässung und zum Erhalt des größten Niedermoors in Süddeutschland.
Klima- und Naturschutzstrategie Moorgut Jordanshof
Das Vehnemoor wurde entwässert, land- und torfwirtschaftlich genutzt und 1991 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. 2025 wurde bei den Unteren Naturschutzbehörden Ammerland und Cloppenburg die Wiedervernässung, Entwicklung als CO₂-Senke und artenreiches Moor beantragt.
Südlich der Ortschaft Jamitzow, am Peenestrom, liegt der Polder Jamitzow, ein bisher stark entwässertes, degradiertes Moor. Durch geeignete Maßnahmen, Einstellung des Schöpfwerkbetriebes, Abtrennung vom Nachbarpolder und Rückbau bzw. Verschluss sowie die Erneuerung von Durchlässen wird die künstliche Entwässerung des Polders eingestellt.