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PROJEKT
Nachhaltige und innovative Photovoltaik-Lösungen für wiedervernässte Moorböden
MoorPower
Dez 2024 – Jun 2028
MoorPower untersucht erstmalig umfassend die technischen, ökologischen und sozioökonomischen Effekte sowie die juristischen Fragestellungen bei der Kombination von Moor-Wiedervernässung und Photovoltaik unter gleichzeitiger Bewirtschaftung der Flächen mit Paludikulturen. Daraus werden Handlungsempfehlungen für die konkrete Umsetzung von Moor-/Paludi-PV in Deutschland abgeleitet.

Die Wiedervernässung trockengelegter Moorböden ist die effektivste Maßnahme, um die aus ihnen entstehenden Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Die Kombination von Photovoltaik-Anlagen (PV) und Wiedervernässung könnte eine ökonomisch attraktive Nutzungsform für diese Flächen sein.

Bisher gibt es noch kein Projekt, welches die Wiedervernässung von Moorböden und die Nutzung dieser durch PV-Freiflächenanlagen (PV-FFA) von Beginn an zusammen geplant hat. Allerdings waren bundesweit 2022 schon über 500 ha entwässerter Moorboden durch PV-FFA bebaut. 

Mit dem novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde 2023 erstmals die Errichtung von Photovoltaik auf Moorböden gesondert betrachtet: Es wurden „Besondere Solaranlagen“ eingeführt, worunter Anlagen auf Moorböden zählen, die entwässert und landwirtschaftlich genutzt worden sind, wenn die Flächen mit der Errichtung der Solaranlage dauerhaft wiedervernässt werden. 

Die Bundesnetzagentur hat die Anforderung an PV-FFA auf wiedervernässten Moor- und weiteren organischen Böden („Moor-PV“) zum 01.07.2023 erstmalig festgelegt und auch die Möglichkeit einer zusätzlichen landwirtschaftlichen Flächennutzung durch Paludikultur („Paludi-PV“ als Variante von „Moor-PV“) geregelt. Aktuell ist das Interesse an Moor-PV bei Landwirt*innen und PV-Entwickler*innen sehr hoch.

Fördervolumen in Euro
6.965.026,00
Kontakt

Universität Greifswald
Andrea Krüger

E-Mail: andrea.krueger@uni-greifswald.de
Telefon: 03834 420 4193