Inhalte der Veranstaltung
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Zustand von Mooren systematisch erfasst werden kann und welche Daten für Machbarkeitsprüfungen und Planungsprozesse tatsächlich erforderlich sind. Thematisiert wird insbesondere das Zusammenspiel klassischer Erhebungsmethoden mit digitalen und datenbasierten Verfahren.
Ein Fachvortrag widmet sich unter anderem folgenden Aspekten:
- Potenziale allgemein verfügbarer Geobasis- und Umweltfachdaten für erste Machbarkeitsuntersuchungen
- Ergänzung von Moorbodenansprachen, Laboranalysen und hydrologischem Monitoring
- Zusammenführung unterschiedlicher Datenquellen zu belastbaren Entscheidungsgrundlagen
Ziel der Bestandsaufnahme ist es, für ausgewählte Standorte kosteneffizient einzuschätzen, ob und unter welchen Bedingungen eine Wiedervernässung umsetzbar ist. Dabei spielen unter anderem Fragen der Förder- und Genehmigungsfähigkeit sowie des Beweissicherungsmonitorings eine Rolle.
Relevanz für Kommunen
Trockengelegte Moore verursachen einen erheblichen Anteil der Treibhausgasemissionen in Deutschland, während der Großteil der Moorböden entwässert ist. Die Wiedervernässung bietet daher großes Potenzial für Klimaschutz, Biodiversität und eine nachhaltige Landnutzung. Kommunale Verwaltungen nehmen bei der Initiierung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen eine Schlüsselrolle ein.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an kommunale Verwaltungsbehörden, die sich mit Moorprojekten, Wiedervernässung oder Paludikultur befassen.
Referierende und Moderation
- Tom Kirchhübel, GICON Resources GmbH
- Milan Bergheim, Fraunhofer IGD
- Étienne Degeest, ProjectTogether gGmbH
Projektkoordination KommPaludi
E-Mail: komm.paludi@projecttogether.org
